Das Zimmer

Mein erster Gedanke beim Betreten des Zimmers war: wie soll ich es hier 6 Monate aushalten?!

Mittlerweile (es ist eine Woche vergangen) habe ich mich aber daran gewöhnt, dass ich keinen Stuhl oder Tisch habe oder auf keinem “hohen” Bett schlafen kann. Die von Bosch geschickte Beschreibung des Wohnheims (“room: japanese style”) hat sich also bewahrheitet. Meine ca. 12 qm große Bleibe ist fast vollständig mit den so genannten Tatami-Matten ausgelegt. Diese sind aus Reisstroh gefertigt und man darf sie nur barfuß oder in Strümpfen begehen. Das Bett (Futon) besteht aus 2 dünnen Matratzen, die für die Nacht auf die Tatami gelegt werden. In meinem riesigen Kleiderschrank kann ich glücklicherweise so gut wie alles verstauen, so dass ich keine weiteren Möbel brauche, die meine Bewegungsfreiheit einschränken würden.

Zimmer

Der Fernseher im Zimmer ist so gut wie nutzlos, da es nur japanische Sender zu empfangen gibt. Vielleicht nützt mir das, wenn ich ein wenig mehr Japanisch verstehe. Momentan hat er für mich aber keinen Wert, da japanisches Fernsehen so schrill, hektisch und irgendwie bescheuert ist, das man davon Kopfweh oder Aggressionen oder beides bekommt.

Seit gestern habe ich auch endlich Internet im Zimmer. Die Verlegung der Kabel war etwas abenteuerlich und ich habe jetzt ein kleines Loch in meiner Außenwand.Das Internetkabel musste von dem Zimmer eines anderen Praktikanten über den Hof in mein Zimmer gelegt werden, was einige Anpassungen auf Seiten des Hauses bedurfte.

Internet

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