Wie alles began…

London Tokio

Flug und Transfer vom Flughafen nach Higashimatsuyama verliefen einigermaßen problemlos. Es hat sich als sehr günstig erwiesen, den Platz vorher online zu reservieren. Meine einzige Sitznachbarin im Flugzeug war eine junge Japanerin. Es war mehr oder weniger gut möglich, sich mit ihr zu verständigen. Zu dieser Zeit dachte ich noch, dass ihr Englisch nicht so gut sei. Heute, nach einer Woche in Japan, weiß ich jedoch, dass ihre Sprachkenntnisse geradezu hervorragend waren; aber dazu später mehr. Aufgrund der Verspätung meines Flugzeugs konnte ich meinen deutschen Praktikanten-Kollegen am Tokioer Flughafen leider nicht mehr antreffen, so dass ich gezwungen war die Reise nach Higashimatsuyama selbst anzutreten.

Diese Fahrt mit Bus und Bahn verlief ohne große Zwischenfälle. Am Bahnhof in Higashimatsuyama (kurz: Hig) erwartete ich dann meine Kontaktperson von Bosch, die mich abholen sollte. Meine Vorstellung von einem großen, schönen deutschen Auto, das mich persönlich vom Bahnhof abholt wurde schnell zerstört. Stattdessen kam ein kleiner rostiger Subaru mit einem ebenso kleinen wie alten Japaner um “Fahrbach-san” abzuholen. Es stellte sich schnell heraus, dass Hiraiwa-san, so sein Name, ein sehr lustiger Mann ist, der in seinem, von einem japanischen Akzent geprägten, Englisch gerne mal deutsche Wörter einstreut. So zum Beispiel: “using the dryer is not umweltfreundlich”, oder “all cars with yellow licence-plates are Trabbies” . Mit solchen oder ähnlichen Kommentaren wurden mir dann die dormitory rules (Wohnheimregeln) erklärt und das Zimmer gezeigt.

Es hat sich schnell herausgestellt, dass es noch einige andere deutsche Praktikanten hier in meinem Wohnheim gibt. Die meisten von ihnen sind schon ein oder zwei Monate in Japan, aber es gibt auch noch drei weitere Neuankömmlinge wie mich. Der Anschluss fällt einem hier relativ leicht, da man in einer so fremden Umgebung ist, die die Exilanten untereinander näher bringt.

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